Chirotherapie

Die Lehre der Chirotherapie geht davon aus, dass Bewegungsstörungen im Bereich der Wirbelsäule und vieler Gelenke Ursache von unterschiedlichen Beschwerden sind. Der umgangssprachliche Begriff “Einrenken” beschreibt nur sehr unzureichend die Behandlungsstrategie der Chirotherapie. Die Vorstellung einer verklemmten Schublade kann eher bildlich beschreiben, was bei einer Blockade zwischen zwei Wirbeln passiert.

Durch gezielte Manipulation (nicht “Einrenken”) wird das in seiner Bewegung gestörte Segment wieder mobilisiert und gelockert. Der geschulte Chirotherapeut ertastet die vorliegende Bewegungsstörung und versucht, nach einer Dehnung (Mobilisation) durch einen kurzen Impuls (Manipulation) das in seiner Bewegung gestörte Segment schmerzfrei wieder zu beweglich zu machen. Manipulationen dürfen in Deutschland nur von speziell ausgebildeten Chirotherapeuten (im Gegensatz zu Chiropraktikern) nach Absolvierung mehrer Ausbildungskurse und einer abschließenden Prüfung durchgeführt werden (Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin).

Für Manipulationen im Bereich der Wirbelsäule, insbesondere der Halswirbelsäule, sollte unbedingt ein Röntgenbild (nicht älter als sechs Monate) vorliegen. Bedenken Sie auch, dass durch den engen Kontakt während der Manipulation im Bereich des Kopfes und der Halswirbelsäule Make-Up sehr störend sein kann. 

Tiefsitzende Kreuzschmerzen (“Ischiasschmerzen”, “Hexenschuß”) können ihre Ursache in Blockierungen an der Lenden-Wirbelsäule haben. Andere Ursachen, wie z.B. Entzündungen, bösartige Neubildungen und Bandscheibenvorfälle müssen vorher ausgeschlossen werden. 

Atemabhängige Schmerzen im Brustkorb und Beklemmungsgefühle können ihre Ursache in Blockierungen an der Brust-Wirbelsäule haben. Insbesondere Herzerkrankungen (Ausstrahlung in den linken Arm bei Herzinfarkt) müssen ausgeschlossen werden.

Kopfschmerzen, Ohrensausen, Nackenschmerzen und vereinzelt auch Sehstörungen können ihre Ursache in Blockierungen an der Hals-Wirbelsäule haben.

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