Nachbehandlung von Fußoperationen

Zunächst muss betont werden, dass Fußoperationen grundsätzlich keine „Kleinigkeit“ sind. Auch wenn die moderne Medizin erhebliche Fortschritte gemacht hat, kann die Heilungsdauer von durchtrenntem Weichteilgewebe und von durchtrennten Knochen zwar durch sorgfältige Operationstechnik und eine konsequente Nachbehandlung optimiert, bestimmte Minimalzeiten können jedoch nicht unterschritten werden.

Sie können mit uns über vieles verhandeln, aber nicht über Ihren Fuß.

Am Tag nach der Operation stellen Sie sich wieder in der Praxis vor. 

Die Antwort auf die häufig gestellte Frage nach der Dauer der Arbeitsunfähigkeit und dem Zeitraum, in dem kein Sport getrieben werden kann, hängt natürlich ganz wesentlich davon ab, wie Sie zur Arbeit kommen und welche Sportarten ausgeübt werden sollen. Einschränkungen beim Autofahren sind davon abhängig, ob der rechte oder linke Fuß operiert wird. Wenn Sie einen Automatikwagen fahren, können Sie beispielsweise bald wieder fahren, wenn der linke Fuß operiert wird. Eine Operation des rechten Fußes verhindert dagegen stets das Autofahren, da Sie mit diesem Fuß die Bremse bedienen müssen. Fahren darf aber grundsätzlich nur, wer im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte ist. Ein Unfallgegner könnte auch bei einem von ihm verschuldeten Unfall behaupten, Sie hätten den Unfall vermeiden können, wenn Sie normales Schuhwerk getragen hätten.

Der Verband am Fuß darf nicht nass werden. Überlegen Sie sich schon vor der OP einmal, wie Sie mit den baulichen Gegebenheiten zuhause am besten duschen können. Sie können beispielsweise den Fuß in eine Plastiktüte einpacken, dann den Schuh anziehen und diesen dann noch einmal in eine Plastiktüte einpacken. Eleganter geht es natürlich mit einem wiederverwendbaren wasserdichten Nässeschutz wie zum Beispiel SEAL-TIGHT®, Art.-Nr. 20105, den sie günstig online oder in eimen Sanitätshaus erwerben können. Rezeptieren können wir ein derartiges Produkt jedoch leider nicht. 

Andere Patienten setzen sich mit einem Plastikhocker in die Badewanne, lassen das operierte Bein heraushängen und wickeln ein Handtuch um den Oberschenkel, damit das Wasser nicht am Bein entlang aus der Wanne läuft.

Grundsätzlich muss betont werden, dass die Schwellneigung des Fußes die Komponente ist, die Sie nach der Operation am häufigsten stören wird. Erinnern Sie sich an diesen Satz, wenn Sie viele Wochen nach der Operation immer noch die Schwellung registrieren und sich fragen, ob das noch normal ist. Die Ruhe, die Sie Ihrem Fuß zuteil werden lassen, ist das Wichtigste, das Sie dazu beitragen können, damit die Schwellung und die Schwellneigung so gering wie möglich bleiben. 

  • Lagern Sie den Fuß so oft wie möglich hoch!
  • Beschränken Sie das Herumlaufen in der Anfangszeitauf das Nötigste!

Die Ruhezeit, die Sie anfangs investieren, wird sich später überproportional auszahlen.

Sie können aber noch mehr tun, um der entstehenden Schwellneigung Ihres Fusses entgegenzutreten. Es hat sich gezeigt, dass Patienten, die bereits einige Tage vor der Operation mit der Einnahme von Arnika (nicht als Salbe, sondern als „Globuli-Kügelchen“) begonnen haben und dies auch ca. eine Woche nach der Operation fortsetzen, häufig eine geringere Schwellung des Fußes haben. Schmerzintensität und Heilung können hierdurch positiv beeinflusst werden. Sie erhalten Arnika Globuli (einschließlich Hinweisen zur Dosierung) für wenige Euro in den meisten Apotheken.

Bei den meisten vorgenannten Operationstechniken haben Sie einen oder mehrere „kontrollierte Knochenbrüche“ erlitten, die sofort verschraubt worden sind. Die Gehstützen können Sie nach eigenem Ermessen einsetzen. Da Sie grundsätzlich den Fuß auf der Ferse voll belasten dürfen, besteht keine Verpflichtung, die Gehstützen zu benutzen. Voraussichtlich werden Sie für vier (bis sechs) Wochen in dem von unserer Praxis rezeptierten Spezialschuh laufen. In den ersten zwei Wochen tragen Sie einen recht dicken Verband um den Fuß. Wenn Ihnen der Operateur bestätigt hat, dass Sie wieder einen normalen Schuh anziehen können werden Sie feststellen, dass Ihr Fuß häufig noch deutlich anschwillt und Sie daher froh sind, wenn Sie den normalen Schuh wieder ausziehen können.

Meistens kommt es zu einer vier- bis sechswöchigen Arbeitsunfähigkeit. Da dieser Zeitraum jedoch von zahlreichen individuellen Faktoren abhängig ist sollte dieser Punkt aber immer persönlich abgesprochen werden. Alle gemachten Angaben stellen Erfahrungswerte aus einer Vielzahl von Operationen dar. Für den Einzelnen können sich mitunter erhebliche Abweichungen ergeben.

Für den Fall, dass Sie einmal von großer Ungeduld erfasst werden, vergegenwärtigen Sie sich bitte, dass derartige Operationen früher ausschließlich mit einem stationären Aufenthalt von ca. zwei Wochen möglich waren. Insgesamt sechs Wochen nach der Operation wurde ein Unterschenkelgips angelegt, der höchstens mit 20 kg belastet werden durfte (ständig Gehstützen). Nach einer Röntgenkontrolle wurde dann in den kommenden zwei Wochen schrittweise der Übergang zur Vollbelastung gestattet.

Weitere Informationen zur Nachbehandlung finden Sie bei den einzelnen Operationstechniken.